Close
Bunt ausgeleuchtete Chill Ecke eines Festivals

Eine Balancierung in der Praxis (Self-Session)

In diesem Artikel kommt nun endlich zusammen was zusammen gehört. Es geht um die Umsetzung einer Balancierung in der Praxis. Für eine „saubere Self-Session“ ist es sinnvoll, sich ein Arbeitskonzept zu zulegen. Eine Art „Schema F“ nach dem eine Anwendung in der Regel immer fluppen sollte. 

Zu diesem Zweck habe ich mir vor Jahren bereits einen entsprechenden Bogen designet (Self-Sessionbogen.pdf |Self-Sessionbogen.docx . Diesen habe ich natürlich immer weiter entwickelt und verbessert, bis ich ihn selber dann nicht mehr brauchte. Jedoch war das eine echte Hilfe bei den ersten Gehversuchen. Der Bogen leitet einen durch die Session. 

Er enthält Vortests, einen Hauptteil (die bereits beschriebene Altersrückführung) und einen Abschluss. Alle teile sind so konzipiert, das sie das Potential zur Selbst verarsche minimieren.  Am Ende hängt es aber natürlich wie immer von dir ab. Es wird das was du draus machst. Ich werde jetzt Stück für Stück, den den Self-Session-Bogen beschreiben. Dadurch sollte sich dann eine Schlüssige Vorgehensweise ergeben. 

Zu 1 – Die Vorarbeit und Vortests

Damit deine Sitzung von Anfang an reibungslos funktioniert und sämtliche potentielle Stolpersteine aus dem Weg geräumt sind, solltest du von Anfang an konzentriert und sauber arbeiten. Du möchtest einen Prozess starten, an dessen Ende du hoffentlich einen Konflikt sowohl rational, als auch emotional verstanden hast. Mit dem Verständnis kommt die Akzeptanz des Ganzen und damit die „Erlösung“ des Konflikts. Wenn du diesen Prozess bereits unsauber startest, wird das wahrscheinlich nichts. Also besser direkt von Anfang an „richtig“. Du kannst später, wenn du den Ablauf verinnerlicht hast, den gesamten Prozess auf deine individuellen Bedürfnisse zuschneiden. Ich empfehle dir das sogar. Dadurch wird das Ganze dann von einer sehr allgemeinen eher oberflächlichen Technik, zu deinem persönlichem auf dich zugeschnittenen Werkzeug.

Die Positionen im Einzelnen:

Den Bogen als Blankovordruck herunterladen
PDF| docx

Name – hier gehört natürlich dein Name rein. Falls du eine Sitzung mit jemand anderem machst natürlich seiner.

Datum – Trage das aktuelle Datum ein. Falls du den Zettel in einem Jahr wiederfindest, wird das sicherlich spannend.

Thema – Hier bitte wirklich genau definieren worum es geht. Vom Schema her wollen wir immer zurück zum Natürlichen. Also die Blockaden auflösen, die verhindern das unser System in seinem natürlichen Gleichgewicht bleibt. Es ist wichtig das du dir bei der Definition deines „Themas“ vor Augen führst, mit welcher Absicht du gerade arbeitest. Willst du deinem Partner gefallen, deinen Eltern oder deinem Boss? Oder willst du den Konflikt für dich bereinigen?

Du willst es aus deinem System holen weil es dich nervt, unabhängig davon ob ein anderer dich angetriggert hat, er seine Blockade nicht bearbeitet, oder oder oder. Du willst erstens immer zurück zum natürlichen und zweitens bleibst du mit deinen Sitzungen bei deinen Konflikten. Es reicht den Konflikt bei dir zu lösen. Die Konflikte anderer interessieren dich nicht mehr, wenn du aufgrund der Klärung bei dir, keine Resonanz mehr zu den Konflikten anderer hast. Wenn jeder bei sich sauber macht, ist allen geholfen.

Eine eher ungünstige Themenwahl wäre „Meine Angst vor dem Leben“. Besser wäre „Auflösen was den natürlichen Fluss des Lebens in mir behindert“. Ich denke du verstehst was ich meine. Da du mit dir selbst arbeitest, verarscht du dich auch selbst, wenn du nicht sauber arbeitest.

Die Vortests

Die Vortests machen wir um mit den inneren Instanzen und dem eigenen Körper abzuklären, ob wir einen gemeinsamen Prozess zum Zwecke der Balancierung initiieren können (Körperbewusstsein, Unterbewusstsein und Bewusstsein werden bewusst einbezogen!).

harmonisches arbeiten„Sind alle Instanzen in mir bereit harmonisch zusammen zu Arbeiten?“ Muskeltest: Ja/Nein

Es geht darum, das wir bereit sind zu akzeptieren, das wir mit unserem limitierten Bewusstsein nicht einschätzen können, wie und auf welche Art, an welcher Stelle, nachgeschaut werden muss. Statt dessen vertrauen wir darauf, das unser inneres System uns die passenden Erinnerungen und Hilfestellungen liefern wird, damit sich der ganze Prozess sauber und harmonisch gestaltet.

Möglicherweise trägt jemand ein unerkanntes Trauma. Die Arbeit an den eigenen Blockaden soll dann automatisch so laufen, das erst das System stabilisiert wird (möglicherweise die ersten 100 Blockaden), um anschließend sanft an die Kernthemen zu gehen (die nächsten 200 Blockaden). Es ist nicht wirklich möglich NUR mit diesem Tool an tief sitzende und möglicherweise sogar komplett unbewusste schwere Traumata zu gelangen. Dazu braucht es schon ein wenig mehr.

Aber nur um auch wirklich ganz ganz sicher zu gehen, das wirklich nichts fieses „passiert“, wünschen wir uns eine harmonische „sanfte“ Themenbalancierung. Dieser spezielle Vortest ist auch wichtig damit du keine unterbewusste Angst vor dem hast, was wohl „raus kommen wird“. Alles soll bitte in „Harmonie“ laufen, was bedeutet, das es an keiner Stelle zu viel oder zu wenig sein soll. Die Sitzung soll im Sinne einer „natürlichen harmonischen Ordnung“ ablaufen.

innerer Auftrag„Ist mein gesamtes Glaubenssystem einverstanden damit, diesen Konflikt aufzulösen?“ Muskeltest: Ja/Nein

Damit ist gemeint, das wir niemals eine „Blockade“ angehen werden, wenn wir nicht auch eine klare „Auftragsbestätigung“ durch unseren inneren unbewussten und bewussten Instanzen bekommen. Im Grunde hat hier das innere System das letzte mal die Gelegenheit dir über den Muskeltest sein „Veto“ mitzuteilen. Stell dir vor, hier wird einfach nochmal grundsätzlich gefragt ob irgendetwas im Universum dagegen spricht, diese Blockade jetzt auszubalancieren.

Am ehesten könnte noch dagegen sprechen, das du in Wahrheit gar nicht bereit bist, die mit dem auflösen der Blockade zusammenhängenden Gewinne aufzugeben. Aber speziell dafür gibt es gleich noch einen weiteren Vortest. Vielleicht hast du ja auch morgen einen wichtigen Termin, und das auflösen der Blockade würde dich auf eine Art strapazieren, das du deinen Termin nicht wahrnehmen kannst. Solche Faktoren beziehen wir häufig im Augenblick der Arbeit gar nicht mit ein. Darum fragen wir einfach besser nochmal, ob auch wirklich alles passt.

positiv motiviert „Bin ich zu 100% positiv motiviert dieses Thema anzugehen und zu Balancieren?“ Muskeltest: Ja/Nein

Bist du auch wirklich motiviert genug es anzugehen oder gibt es unbewusste Widerstände? Hast du genug „Mist gefressen“ um dieses Thema jetzt, hier und heute, endgültig anzugehen und auszubalancieren. Bekommst du hier ein „Nein“, überlege warum du möglicherweise in Wahrheit gar keine Motivation hast dieses Thema abzulösen (Krankheitsgewinn).

Weiterhin stellt dieser Vortest sicher das, du die Sitzung mit einer „positiv motivierten Absicht“ angehst und nicht mit einer Angst motivierten. Ein „Nein“ an dieser stelle ist die klare Aufforderung, die eigene Absicht zu hinterfragen. Hat man seine Absicht erkannt, sollte man sich fragen, mit welcher Absicht man diese Absicht verfolgt. Bei ehrlicher Betrachtung solltest du auf diese Art deine wahre sekundäre Absicht erkennen.

Krankheitsgewinn aufgeben„Sind wir (im Sinne von allen inneren Instanzen) vollständig bereit, unseren bewussten und unbewussten Krankheitsgewinn aufzugeben?“ Muskeltest: Ja/Nein

Das Thema des eigenen unbewussten Krankheitsgewinns  ist der Dreh und Angelpunkt jeder „Blockade“. Wir erkennen unsere ungünstigen Verhaltensweisen und Prozesse in der Regel nicht, weil uns unser Gewinn, den wir unbewusst aus der Situation schlagen, in Wahrheit viel wichtiger ist. Im Grunde ist das hier der Gegentest zu der Frage nach der positiven Motivation. Ist unser (unbewusster) Gewinn an unserer „Krankheit“ wichtiger, als unsere innere Balance?

Da uns dieser Gewinn nicht BEWUSST ist, sind wir an dieser Stelle aufgefordert einen Gewinn aufzugeben, von dem wir gar nicht wissen wie wichtig er uns ist. Es geht darum vollständig bereit zu sein, jeden noch so tollen aber dennoch falschen Gewinn aufzugeben, der unserer Ganzheit im Wege steht. Ein Gewinn der im Weg steht, ist niemals ein echter Gewinn. Und die Balance die nach dem Aufgeben ins eigene Leben kommt, ist in aller Regel drei mal mehr (echter) Wert, als unser (falscher) Gewinn.

Also sei bereit jeden erdenklichen Gewinn aufzugeben, damit du bei dieser Frage ein „Ja“ bekommst. Das ausnutzen eines „falschen Gewinnes“ bedeutet auch immer, das du dich und andere dafür, auf die ein oder andere Art missbrauchen musst. Eben weil jede Form von bewusster Entscheidung gegen die „echte Natürlichkeit“ auch immer ein entsprechendes Ergebnis produzieren wird.

Konsequenz„Sind wir aufrichtig bereit alle aus der Balancierung erwachsenden Konsequenzen zu tragen?“ Muskeltest: Ja/Nein

Aus dem Aufgeben unserer falschen Gewinne ergibt sich häufig eine Konsequenz, die wir fortan, in welcher Form auch immer, selbst tragen werden müssen (und wollen). „Sind wir wirklich bereit alle Konsequenz zu tragen, die sich aus der Balancierung dieser Blockade ergeben wird?“ Sind wir zum Beispiel bereit, in Zukunft Konflikte anzugehen, anstatt ihnen auszuweichen?

Dieser Vortest schließt den Kreis zu den anderen Vortests. Das Aufgeben des Gewinns bedeutet IMMER, das wir von nun an „mehr von uns selbst“ annehmen und bewusst leben werden. Mit dieser Frage wird also zum dritten Mal gegen gecheckt, ob auch wirklich alle Hindernisse beseitigt sind, und die Ablösung gut rutschen wird.

Hat man die Vorarbeit bis hier hin geleistet, fragt man den Körper ob eine „Altersrückführung“ gestartet werden kann. Wir fragen immer wieder unseren Körper um Einverständnis, weil wir sicher gehen wollen das, das „Körperbewusstsein“ bei dem gesamten Prozess „Respektiert“ und mit eingebunden wird.

Der Hauptteil – Die Altersrückführung

Mit Altersrückführung wird ein Prozess bezeichnet, indem man sich durch verschiedenste Techniken (meist per Kinesiologie) in verschiedene Altersstufen zurückversetzt um ursächliche Konflikte aufzufinden und zu Balancieren. Ich persönlich teste vor jedem „weitergehen im Schema“ immer einmal kurz gegen, ob alle Instanzen in mir damit einverstanden sind. Auf die Art vermeide ich unnötige Fehler oder das übersehen wichtiger Einzelheiten und Details, die erkannt werden wollen, um das Thema zu Balancieren.

„Sind alle inneren Instanzen bereit in die Altersrückführung zu gehen?“
Muskeltest Ja/Nein

Sind alle Instanzen einverstanden, kann es nun ans eingemachte gehen. Wir starten die Altersrückführung. Da ich für den Muskeltest selber in einem innerlich nahezu „neutralen“ Zustand bin, ist es mir schon oft passiert, das ich beim er-testen des genauen Monats, schon wieder das er-testete Jahr vergessen habe. Falls das nicht passiert, komme ich beim aufzählen der Monate durcheinander. Es gibt immer wieder kleinste Faktoren die die eigene Konzentration und innere Mitte kurzzeitig aus der Bahn werfen können und so das gesamte Testprozedere blockieren.

Mir hilft dabei ganz wunderbar der Altersrückführungsbogen (download: Altersrückführung.pdf | Altersrückführung xls). Es ist das Koordinatensystem deines Erinnerungsspeichers. Ich empfehle dir, davon eine Version auszudrucken und bei jeder Sitzung weiter zu führen und zu pflegen. Nach 10 bis 20 Sitzungen wirst du auf diesen Bogen schauen und dich wundern was dir wieder alles eingefallen ist. Außerdem ist es sehr hilfreich sich fixe sichere Daten vorab in den Bogen einzutragen (Schule, Geburtstage, Jobs, Sportliche Großereignisse (falls du Fan bist), Konzertbesuche, besondere Urlaube. Alles das hilft dir während der Rückführung enorm, dein Erinnerungsspeicher dergestalt anzutriggern, das da auch wirklich etwas kommt.

Gehe strukturiert vor


Den Bogen als Blankovordruck herunterladen
PDF| docx

Ok, wir haben alles erledigt was es bis hier zu erledigen gibt. Teste dir nun das Datum deiner ersten Station aus (Artikel: Altersrückführung zum Konflikt). Beginne zu reflektieren und heraus zu arbeiten, um welche damalige Erinnerung es sich handelt. Sehr häufig schießt einem nach kurzem oder längerem überlegen plötzlich eine Erinnerung rein.

„Erforsche ich „hiermit“ die ursächliche Erinnerung?“ Muskeltest Ja/Nein

Reflektiere nun deine Erinnerung und verstehe wie sich der damalige Konflikt ausgestaltet hat (Artikel: Konflikt Balancieren) und wie du das ganze aus heutiger Perspektive betrachtest. Wenn es dir nicht einleuchten mag wie du den Konflikt leicht durchleuchten kannst, nutze das „Drama-Dreieck“.

Vergib an allen Beteiligten ihre jeweilige Rolle. Erkenne wie die Einzelnen beteiligten agieren wenn sich die Positionen vertauschen (das Opfer wird zum Täter etc.). Hast du alle drei Positionen vollständig erkannt, erkennst du auch dein Anteil an diesem negativen Spiel. Wird dir erst mal klar, wie unsinnig dieser Konflikt eigentlich ist, hast du bereits dreiviertel der Ausbalancierung (in dieser Altersstufe / Station 1) geschafft. Ich verspreche dir das JEDER Konflikt im Grunde unsinnig ist. Es reicht allerdings das für sich selbst zu erkennen, um diese Spiele sein lassen zu können. Die anderen Spielenden werden sicherlich schnell Ersatz für dich finden.

Zum Ende der Betrachtung der ersten Station, fragen wir per Muskeltest nach, ob wir mit dieser Station fertig sind.

„Wurde alles betrachtet und gelernt, was es zu betrachten und zu lernen gibt?“, „Kann die Betrachtung dieses Konflikts abgeschlossen werden?“, „Kann ich das nächste Datum zurück zum Konflikt er-testen?“. Muskeltest: Ja/Nein

Station Nr. 2

Das gleiche machst du nun mit Rückführungs- Station Nr. 2. Teste dein Datum aus und mache dich an die Reflektion. Um ganz sicher zu gehen, das du deine Konflikte vollständig nach „Schema F“ auflöst, kannst du zum Ende der Betrachtung laut zur die Selbst sagen:
„Ich bin und bleibe im Frieden mit mir und allen Beteiligten. Ich vergebe mir und allen beteiligten. Ich vertraue das der Fluss des Lebens sich genau so ausdrückt wie er muss.“

Damit hast du zumindest deine bewusste Absicht bekundet den Konflikt aufzulösen. Es kann sein das dies nicht sofort funktioniert weil erst noch andere Prozesse vorher erledigt werden müssen. Erfahrungsgemäß reicht aber die „bewusste Willenserklärung“ aus, damit sich eben jene nötigen Prozesse dann auch wirklich vollziehen werden.

Häufig vollzieht das Glaubenssystem solche Harmonisierungsprozesse tatsächlich im Schlaf. Eine andere Variante ist, das derartige Prozesse einfach ins Alltagsgeschehen mit einfließen. Man selber merkt es daran, das auf einmal an bestimmten stellen im Alltag „nicht bewusst gesteuert“ anders gehandelt wird.

Befrage zum Ende der zweiten Station per Muskeltest deinen Körper ob „alles erledigt“ ist.
„Wurde alles betrachtet und gelernt, was es zu betrachten und zu lernen gibt?“
Muskeltest: Ja/Nein

Wiederhole den Vorgang für Station Nr. 3

Bei Station Nr. 3 geht es um das Körperbewusstsein. Es kann durchaus vorkommen das dein Muskeltest dich bei dem dritten Datum noch nicht bis in die ersten 6 Lebensjahre vorlässt. Das ist nicht schlimm, betrachte alle weiteren Daten und Konflikte die kommen. Es gibt kein „zu viel Balance“. Balance ist Balance. Du solltest also auf kurz oder lang in deinen ersten 6 Lebensjahren landen. Das ist dann deine Station Nr. 3.

Feinheiten bei der „Körperbewusstseins- Station“

Bei der Station für das Körperbewusstsein gibt es ein paar Feinheiten. Im besten Fall fällt uns direkt eine Erfahrung aus unserer früheren Kindheit ein. Eine schöne Übung an der Stelle funktioniert folgendermaßen. Stell dir vor du machst eine Zeitreise und hast die Möglichkeit, dich selbst als Kind zu besuchen. Erkläre deinem „inneren Kind“ genau, warum es sich damals so gefühlt hat, wie es sich gefühlt hat. Nimm es in dem Arm. Schlag im vor zu Vergeben, im Frieden zu bleiben und zu Vertrauen. Löse gemeinsam mit ihm das Problem.

Der Clou ist ganz einfach. Durch dies Übung verändert sich vielleicht nicht das was du real erlebt hast. Aber dein Gehirn lernt im Nachhinien neue Lösungswege für alte Konflikte. Das bedeutet in der Folge, das unser Kopf auch in Zukunft in der Lage sein wird diese Neu erlernten Lösungswege für Erfahrungen die noch kommen werden anzuwenden. Wir versetzen unser Glaubenssystem in einen zustand „als ob“ die Erfahrung damals anders gewesen wäre.

Nicht erinnerbare Erfahrungen

Es kann sein, das der Konflikt vor dem erinnerbaren Erfahrungsschatz liegt. Das ist nicht schlimm, den genau dafür haben wir die „vorderen“ Konflikte dieser Sitzung betrachtet. Schaue dir die anderen Stationen nochmal an und erkenne das schädliche Grundmuster das dem ganzen zu Grunde liegt. Sehr häufig haben wir selbstschädigendes Verhalten von den Eltern erlernt und übernommen. Vieles haben sie uns falsch beigebracht. In einigen fällen waren die Eltern einfach nur komplette Versager.

Völlig egal! Dadurch das wir die die Konfliktspur erkannt und erarbeitet haben, haben wir auch ein ganzes Bündel an Synapsen in uns aktiviert. Gleichzeitig haben wir uns konstruktiv mit einer Lösung des Konflikts beschäftigt. Wir haben also die Synapsen die für den Konflikt verantwortlich waren, mit den Synapsen für eine Lösung verbunden.

Ich persönlich gehe an dieser Stelle gerne auf Nummer sicher und frage per Muskeltest ob mein Körperbewusstsein damit einverstanden ist, das Lösungsmuster (im Frieden bleiben, Vergeben, Vertrauen) für den Ur-Konflikt zu übernehmen.

„Kann mit der bisherigen Betrachtung der Ur-Konflikt balanciert werden?“, „Reicht die bisherige Betrachtung um den Konflikt im Körperbewusstsein zu befrieden?“ Muskeltest: Ja/Nein

Weiteres zu der letzten Station

Es kann durchaus sein, das dir erst nach Abschluss der Sitzung weitere Details einfallen. Einfach weil du nicht mehr mit deinem Bewusstsein „im Weg“ stehst. Teste dir bitte auf jeden Fall das Datum deines „Ur-Konflikts“ aus. Fällt das Datum auf den Tag deiner Geburt, liegt dein Konflikt in deinem Geburtstrauma. Ja, die Geburt war für die meisten von uns ein hochgradig unnatürlicher und traumatisierender Vorgang. Das hinterlässt reichlich Spuren. Möglicherweise hast du dir auch nur negative Glaubenssätze eingefangen und übernommen, als deine Eltern sich gestritten haben (das ist es sogar meistens).

Wir haben also begonnen einen Prozess zu starten. Wir haben diesen Prozess aufgrund unserer Erkenntnis über das Körperbewusstsein bis zu einem bestimmten Punkt voran getrieben. Nun bitten wir unseren Körper (inkl. Gehirn) den Rest zu erledigen.

Abschließende neue Wahl für die Zukunft und Abschlusstestungen

Was auch immer es ist. Hast du bis hier hin sauber gearbeitet, hast du 90% Vorarbeit geleistet damit dein Körperbewusstsein den Rest „allein“ hinbekommt.

Ziehe bitte ein abschließendes lebensbejahendes Resümee. Schaue dir deine Stationen abschließend an und triff eine neue Wahl für die Zukunft. Wie soll dein System in Zukunft Intuitiv auf diese Form (diesen trigger) von Konflikt reagieren?

„In Zukunft bleibe ich gelassen und fokussiere mich auf das Wesentliche, nicht die Mücke die zum Elefanten gemacht wird!“

Das wäre zum Beispiel eine typische neue Wahl. Teste per Muskeltest ob alle inneren Instanzen mit dieser neuen Wahl einverstanden sind.

„Wird diese neue Wahl von allen Instanzen akzeptiert und mit getragen?“
Muskeltest: Ja/Nein

Ist das erledigt hast du wirklich an allen Ecken und Enden fast alles unternommen, damit dein System sich spätestens im Schlaf, über Nacht, neu sortiert. Teste bitte zum Abschluss, die auf dem Selfsession-Bogen unten aufgelisteten Fragen. Starte die „Finalisierung“ deines Balancierungsprozesses mit einem getesteten „Ja“ auf die Aussage:

Bitte „Neue Wahl“ ins Körperbewusstsein übernehmen!“
Muskeltest: Ja/Nein

Und das soll dann auch für heute reichen

Herzlichen Glückwunsch. Wir sind fertig. Ob deine Ablösung geklappt hat, merkst du entweder ganz direkt an deinem körperlichen und geistigen befinden (sowie dem Erkenntnis Gewinn). Alternativ merkst du es daran, das alles wie immer ist, nur eine klitze Kleinigkeit ist anders.

Auf einmal regst du dich nicht mehr über den Chef auf. Die Rush Houer bringt dich nicht aus der Ruhe. Beim nächsten Streit gelingt es dir, sachlich zu bleiben und deinen Standpunkt durchzusetzen. Du kaufst dich einfach nicht mehr in „negative Spiele“ ein. Alles das sind Dinge, die wahrscheinlich kaum einer außer dir wahrnehmen wird.

Dennoch ist der innere Frieden, den du dir durch dieses vorgehen erarbeitest unbezahlbar. Je mehr Blockaden du „aus dir raus holst“, desto stabiler wirst du. Sowohl in der Durchführung der Ablösungen, als auch in deinem täglichen Leben. Ein Effekt der einfach unglaublich ist wenn man ihn das erste mal spürt.
Ich werde in zukünftigen Artikeln sicherlich immer weitere Feinheiten und Details beschreiben können. Die Grundlage ist mit dieser Artikelserie gelegt.

1 thought on “Eine Balancierung in der Praxis (Self-Session)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.