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Vom natürlichen zum unnatürlichen und zurück

Nachdem also durch den letzten Artikel geklärt sein sollte, das innere Heilung ein Prozess der glaubwürdigen Selbsterkenntnis ist, möchte ich mich in diesem Artikel der „Richtung“ widmen, in die Selbstheilung meiner Ansicht nach laufen sollte.

Ich hatte mit 21 eine Erfahrung die ich heute als „natürliche DMT Ausschüttung, ausgelöst durch Stress“ bezeichnen würde.  Damals hatte ich natürlich nicht die geringste Ahnung welcher „lichtvolle Zug“ mich da überrollt hatte. Aber seid dem war für mich klar in welche Richtung meine persönliche Entwicklung gehen wird.

Prägung und Konditionierung

Dabei gehe ich grundsätzlich davon aus, das wir „relativ natürlich“ sind, wenn wir auf die Welt kommen. Im Laufe unseres Erwachsenwerdens „de-natürlichen“ wir so gesehen. Wären wir in der Lage eine natürliche, harmonische Balance in uns herzustellen, sollte es uns doch eigentlich gut gehen. Geht es uns nicht gut, sind wir nicht in unserer natürlichen, harmonischen Balance.

Daher ist meine erste Überlegung ganz einfach… „Wie komme ich zurück zu dem Zustand, den Mutter Natur eigentlich vorgesehen hat?“  Es geht also darum zu verstehen, das wir konditioniert, geprägt und erzogen wurden. Das sich dabei Glaubenssätze angelegt haben, die uns heute nicht mehr von Nutzen sind und häufig sogar vielfach Schaden. Diese Glaubenssätze zu erkennen und dann bewusst zu balancieren (von „schädlich“ auf „neutral“) ist letztendlich eine praktische Übung die eigentlich nicht so schwer umzusetzen ist.

Ent-limitierung

Worauf ich hinaus möchte ist die Perspektive, von der aus ich meine Baustellen betrachte. Es geht eben nicht darum inneren Stress oder Probleme los zu werden. Auch nicht darum sich Verhaltensweisen anzutrainieren die, die alten Glaubenssätze „überspielen“. Es geht darum die Limitierungen, die wir anerzogen bekommen und freiwillig selbst erlernt haben, wieder los zu lassen.

Die Frage lautet also immer: „Wie müsste es eigentlich natürlicherweise sein? Welche innere Blockade hält mich davon ab so zu Leben wie ich es eigentlich möchte?“ Von dieser Richtung aus kommend wollen wir immer zurück zum natürlichen in sich balancierten Zustand. Welche Limitierung muss aufgehoben werden damit ich mein „wahres Sein“ Leben kann?

Lebensbejahend und Wachstumsorientiert

Nehmen wir mal eine klassische Paar Konstellation deren Beziehung in die Schieflage geraten ist. Diesmal ist „Sie“ diejenige, die „ihm“ den Freiraum nimmt und ihr Leben komplett von ihm leben lässt. Natürlicherweise sollte es so sein, das beide ihr Leben selbst bestimmen und sich dabei gegenseitig ergänzen (zumindest in meiner Welt).

Der Weg raus aus dem Dilemma ist nicht sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Es geht darum die Blockaden zu lösen die, die jeweiligen Partner dazu bringen, einen unausgeglichenen Beziehungshaushalt nicht ausgleichen zu können. Möglicherweise wird Konflikten aus dem Weg gegangen weil die Fähigkeit zur Kommunikation blockiert ist.

Es geht immer darum das wir einen Prozess starten wollen der lebensbejahender Natur ist. Wir wollen Selbstlimitierung aufheben. Zurück zum natürlichen. Den Konflikt balancieren der uns abhält eben diese Natürlichkeit zu Leben.

Lebensverneinend und im Widerstand

Das Gegenteil wäre ein lebensverneinender Prozess. Er führt in die Stagnation, in den mentalen Stillstand und in ein Gefühl des „leblos“ seins. Die Tage plätschern vorbei aber nichts passiert oder verändert sich. Man steckt fest in der Sackgasse des Lebens und nichts geht mehr. Das ist die Folge einer übermäßigen Limitierung. Alles was mal gelebt hat wurde weg limitiert.

Die Grundlage „lebensbedrohender“ Prozesse ist immer eine wie auch immer geartete Unwahrheit. Wir glauben bewusst oder unbewusst etwas falsches und bauen darauf weitere Entscheidungen und Schritte unseres Weges auf (Wahnarbeit und Wahnsystem). Die Unwahrheit fängt bereits damit an, das wir zum Beispiel glauben, etwas nicht verdient zu haben, oder es nicht Wert zu sein. Darauf aufbauend können nur Prozesse entstehen, die uns genau das auch beweisen.

Das eigene Problem genau erkennen

Das ist der allererste Schritt, bevor man anfängt einen Prozess zu starten. Als erstes benennt man den Prozess. Das setzt voraus das man sich mit seinem „Problem“ auseinander setzt und genau definiert was den eigentlich blockiert ist. Wenn es darum geht das man besser im „hier und jetzt“ bleiben möchte, lautet das Thema: „Den Konflikt balancieren der mich in Zwangsgedanken hält.“

Es geht also darum zu erkennen, was genau uns davon abhält uns harmonisch und im Frieden zu fühlen. Eben nicht der Gedanke „Ich will mein Problem weg kriegen!“ sondern „Ich will balancieren was verhindert, das ich meine Probleme lösen kann.“ .

Fazit

Ich bleibe hier extra ein wenig vage. Es geht darum das sich jeder Einzelne selbst überlegen muss, was es in seinem Fall bedeutet, in die Lebensförderliche, liebevolle Richtung zu gehen. Häufig bedeutet das, einen Weg einzuschlagen der auf den ersten Blick unangenehm aussieht. Auf den zweiten Blick aber die langfristig, harmonischere Lösung ist.

Im nächsten Artikel wird es um eine schematische Darstellung des menschlichen Geistes gehen. Die „Ich-Struktur“. Dabei geht es darum, euch verständlich zu machen was ich mit „Körperbewusstsein“ meine. Der Clou ist, das Selbstheilung von alleine läuft, wenn man sie in die Richtung auslegt, in die das Körperbewusstsein sowieso permanent gehen will.

Ja auch unser Körper hat ein eigenes Bewusstsein. Dieses weiß sehr genau wie es denn eigentlich natürlicherweise sein müsste. Fangen wir an unser Bewusstsein in die gleiche Richtung auszulegen wie unser Körperbewusstsein sowieso schon liegt, passiert auf einmal enorm viel fast wie von alleine.

1 thought on “Vom natürlichen zum unnatürlichen und zurück

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