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Zehenschuhe auf einem Baum

Was ist der Sinn vom Sinn (des Lebens)?

Für viele ist die Frage nach dem Sinn ein Heiliger Gral in Ihrer philosophischen Betrachtung der Realität. Für mich war es die Kompassnadel raus aus meiner Depression. Nachdem ich mich in diesen Bereichen selbst sehr gut kennengelernt habe, sehe ich das es vielen anderen heute genauso geht wie mir damals. Die Wahrheit ist am Ende immer einfach. Und dieses „einfache Ende“ einer Sache merke ich mir mit meinen selbst gebauten Merksätzen. Im Falle der Frage nach dem Sinn lautet der Merksatz: „Was ist der Sinn vom Sinn?“.

Was ist denn nun der Sinn vom Sinn?

Wann benötigen wir denn überhaupt Sinn? Wenn wir mit unseren Kindern im Wald verstecken spielen? Was ist der Sinn? Warum stellen sich Menschen auf ein Brett und reiten Wellen? Was ist der Sinn?

Blöde Frage… Spaß natürlich! Aber das ist so offensichtlich, dass wir bei solchen Erfahrungen nicht nach dem Sinn fragen!

Warum fragen wir bei dem Leben nach dem Sinn? Wahrscheinlich weil uns der Spaß daran gehörig vergangen ist. Als Kinder waren wir glücklich, wenn wir mit Gummistiefeln in die Pfütze springen durften (und noch lieber ohne Gummistiefel). Heute sind wir glücklich wenn… Ja wenn …

Das Bankkonto stimmt? Reiche Leute sagen Geld mache nicht glücklich. Und das Maß an Sorgen, dass man dann weniger hat, hat man dafür an anderer Stelle mehr! Die Arbeit die man hat um dieses Geld zu bekommen, macht meist auch nicht glücklich. Und falls dem doch so ist, folgt das Unglück im Anschluss mit der Rente.

Aber arbeiten macht dafür ganz viel Sinn. Denn schließlich bekommt man dafür Geld und das braucht man zum (sinnfreien) Leben.

Und so kann man stundenlang weiter machen. Auf den Kern kommt man mit der einfachen Frage nach dem Sinn vom Sinn!

Um etwas totes, künstlich mit Leben zu befüllen

Und genau darum geht es beim Sinn. Wir fragen uns beim Wellenreiten nicht nach dem Sinn, da das Leben in diesem Augenblick durch unsere Adern pulsiert! Man kann die Vibration des „Sinnes“ in jeder Körperzelle so deutlich spüren das es überflüssig ist nach ihm zu fragen. Wenn die Wahrheit im Raum steht kann man sie nicht verleugnen, es ist einfach offensichtlich.

Und damit beantwortet sich auch die Frage nach dem glücklich sein. Es macht uns glücklich, dass zu tun wozu wir sowieso motiviert sind. Die empfundene Freude und das Glücksgefühl bei solchen Erfahrungen, sind eine direkte Übersetzung der Frequenz die uns durch unser Leben lenkt. Wir können diese Frequenz anhand der Vibration die wir als „Freude“ oder „Glück“ bezeichnen eindeutig zuordnen. Folge deiner Motivation und versuche nicht die Lernaufgabe zu vermeiden, die sich aus diesem Weg ergibt.  Schimpfe nicht über den Stein der dich zum stolpern brachte, denn du bist mit der Nase auf Gold gefallen.

Wenn wir nun Dinge tun, die uns nicht mit Freude erfüllen… Genau… dann brauchen wir einen Sinn. Sinn hilft uns eine Durststrecke zu überwinden um eine später zu erwartende Belohnung erreichen zu können. Wenn wir wissen das wir nach 10 Kilometern Wüste eine Oase mit Turbowasserrutsche erreichen, macht die Wanderung doch mal direkt sehr viel mehr Sinn.

Im Kern geht es also darum eine Motivation zu finden weiter zu machen.

Die Frage nach dem Sinn gibt möglicherweise Hinweis auf eine Depression

Gewagte These oder? Aber wenn wir den Sinn brauchen um eine „Tote“ Zeit mit „Leben“ zu befüllen, wozu brauchen wir dann einen Sinn im Leben? Wer oder was ist denn dann da so Tot…. in mir?

Wenn du Liebe in dir trägst, hast du den Sinn des Lebens verstanden…

Nadine

Wahrscheinlich bin ich bei meiner Depressions-Selbsttherapie etwas unkonventionell vorgegangen. Denn wenn Freude und Glück eine unmittelbare Übersetzung der Zustimmung der Seele ist, dann kann ich scheinbar nicht mehr hören wohin meine Seele mich eigentlich lenken will.  Und wer seine Seele nicht wahrnimmt, der versteht nicht was sein Herz ihm sagt. Und dann klingelte es. Natürlich. Ich hatte in den Jahren vor dem endgültigen Ausbruch meiner Depression fürchterliche Verletzungen auf der Herzebene hinnehmen müssen. Ich musste mich also hin begeben und gezielt jene Verletzungen am Herzen heilen.

Fazit

Eines Tages war es soweit. Der Weg war lang und unglaublich schmerzhaft. Das möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen. Aber ich erinnere mich noch gut an diesen Morgen. Ich wachte nach einem unglaublich, wirren Traum morgens auf und fühlte mich einfach… Gut! Da war auch kein „Was ist der Sinn?“ mehr. Der Sinn ist seit dem offensichtlich fühlbar. Und das unabhängig davon ob mein Leben gerade turbulente Bahnen einschlägt, oder eher seicht dahin dümpelt. Der Sinn ist und bleibt spürbar.

In meinem Universum lautet der Sinn des Lebens wie folgt: Das Leben im eigenen Leben erleben. Den in Wahrheit lebt das leben mich.

Ich mache mir heute ab und zu den Spaß und frage jemanden was seine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens ist….

In diesem Sinn-ne 😉

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