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Foto zum Artikel über die Altersrückführung

Die Altersrückführung zum Konflikt

Eigentlich sollte ich im Wesentlichen alles beschrieben haben, um dir nun zu erläutern wie du dich selbst zu einem Konflikt zurückführst. Wir wollen also einen Prozess starten, der wachstumsförderlich und lebensbejahend orientiert ist. Am Ende des Prozesses wollen wir uns „ganzer“ fühlen.

Damit das funktioniert muss der Prozess kompliziert (oder glaubwürdig) genug sein, damit die gefundene Erkenntnis eine Form von Bewusstseinserweiterung mit sich bringt. Diese Erweiterung bringt in der Regel auch alles andere mit sich, was man sich so wünscht. Gesundheit, inneren Frieden, Klarheit, Ganzheit.

Wunderbar kompliziert ausgedrückt. Es geht im Kern darum das wir eine im inneren gefühlte Disharmonie auflösen wollen. Dazu wollen wir einen gezielten Harmonisierungsprozess starten. Das Herzstück dieses Prozesses kennt man auch als „Altersrückführung“. Ich werde dir in diesem Artikel erläutern wie das theoretisch geht. Im folgenden Artikel bekommst du dann das komplette „Self-Session“ Paket von mir angereicht. Also „Wie baue ich mir selber, zuverlässig, einen Ganzwerdungsprozess!“. Von A bis Z.

Der inneren „Konflikt Spur“ folgen

Im Artikel über die Ich-Struktur hatte ich bereits erläutert ,das wir immer an den Ur-Konflikt wollen. Lösen wir diesen auf, Harmonisiert sich der Rest des Glaubensgebäudes entsprechend der harmonischen Basis nach (Field-Testet!).

Wir könnten jetzt also mit Hilfe des Kinsesiologischen Muskeltests hingehen, und uns einfach (z.B) das Datum des Ur-Konflikts herraustesten. Diese Idee ist schon mal nicht schlecht, wird aber in der Praxis nur bedingt Erfolg bringen. Sehr viel besser funktioniert ein Auflösen eines inneren Konflikts indem man der inneren „Konflikt-Spur“ folgt.

Jetzt kommt das mit der „Ich-Struktur“

Die Ich-Struktur teilt sich im groben in drei Teile auf (Bewusst, Unterbewusst, Körperbewusstsein). Kleine und große Kindheits-Dramen werden gespeichert. Auf Grundlage der positiven und negativen Erfahrungen aus der Kindheit, (die ersten 6 Lebensjahre) erschaffen wir uns dann im weiteren Verlauf unseres Erwachsenwerdens, ein ähnlich ausgestaltetes Leben. Schlussendlich repetieren wir im erwachsenen Alter unseren Erfahrungsschatz aus der Kindheit und Jugend und erweitern diesen stetig.

Wenn wir in unserem „Ur- Erfarhungs- Pool“ Erfahrungen als Konflikt gespeichert haben, werden wir auch in Zukunft fest daran glauben, das bestimmte Situationen einen Konflikt darstellen und dementsprechend handeln. Auf die Art erschaffen wir uns immer gleiche Konflikte in neuen Lebenskulissen. Wir können nun uns Selbst um- erziehen. Jedoch ist das weniger eine Bewusstseinserweiterung als viel mehr eine weitere selbst auferlegte Limitierung.

Der Altersrückführungsbogen

Eleganter ist der Weg, den Ur-Konflikt heraus zu arbeiten und zu befrieden, zu erlösen oder auch zu balancieren. Zu diesem Zweck habe ich mir vor Jahren schon ein Hilfsmittel designet. Wir arbeiten unseren Konflikt logischerweise immer von „Bewusst“ in Richtung „Unbewusst“ auf, um schlussendlich den Konflikt im „Körperbewusstsein“ balancieren zu können.

Um mir eine Art „Visuelles Koordinatensystem“ meines Erinnerungsspeichers zu erstellen, habe ich mir einfach einen entsprechenden Bogen als Hilfsmittel erstellt. In der obersten Reihe finden sich die Monatsnamen Januar bis Dezember wieder, In der linken Spalte die Jahreszahlen. Mein Geburtstag und ein paar wichtige Daten habe ich mir auch eingetragen.
[Die Daten auf dem Bild sind nicht echt. 😉 ]

Auf die Art habe ich ein Koordinatensystem für meinen Erinnerungsspeicher. Um uns zu unserem Ur-Konflikt vor-zuarbeiten, können wir nun tatsächlich ganz einfach ein Datum er-testen. Aufgrund der Erkenntnisse über die Ich- Struktur ist klar, das sich unser Ur-Konflikt zu verschiedenen Lebensaltern in der eigenen Story neu inszeniert haben muss. Man kann sich das also wie ein Stapel von verschiedenen Erfahrungen zum gleichen Thema vorstellen. Unser Ziel ist es, diese jeweilige Reinszenierung zu finden, zu erkennen und zu befrieden.

Noch etwas praktischer

Um nun einen Konflikt adäquat (also aus allen Schichten, Bewusst, Unterbewusst und Körperbewusstsein) aus uns herauszuholen, testen wir uns einfach durch unseren Erinnerungsspeicher. Dabei gehen wir von „Bewusst“ rückwärts durch die Erinnerungen (von heute in Richtung Geburt) über „Unbewusst“ bis ins „Körperbewusstsein“ (wo der Ur-Konflikt liegt). Wir fragen also uns Selbst mit dem Muskeltest:

Gibt es eine Blockade die verhindert das ich den Ärger mit den Schwiegereltern harmonisch bewältige? TEST: >>Ja<<

Kann ich den nächsten zurückliegenden Kernkonflikt zum gleichen Thema aus meinem Erfahrungsschatz ertesten? TEST: >>Ja<<

In welchem Jahr liegt die Konflikterfahrung?
2018? TEST: >>Nein<<
2017? TEST: >>Nein<<
2016 bis 2010? TEST: >>Nein<<
2010 bis 2005? TEST: >>Ja<< (Um das Prozedere zu beschleunigen können Jahre zusammengefasst werden)
2009? TEST: >>Nein<<
2008? TEST: >>Ja<< (Wir wissen nun in welchem Jahr der Konflikt lag. Wir grenzen weiter ein!)
In welchem Monat liegt der Konflikt?
Januar? >>Nein<<
Februar? >>Nein<<
März? >>Ja<<

Jetzt haben wir also eine grobes Datum, wann wir uns das letzte mal aufgrund der gleichen Trigger in unserem Glaubenssystem, entsprechend aufgeregt haben. Spätestens jetzt wird mein oben aufgezeigtes Koordinatensystem sinnvoll.

Ein schneller Blick in die Spalte März 2008 verrät das, das jüngste Mitglied der Familie gerade das Licht der Welt erblickt hatte. Und tatsächlich. Im März 2008 lagen die Nerven aufgrund von Schlafmangel blank. Es gab ein unangenehmes Gespräch mit der Schwiegermutter, bei welchem durch die Zeilen sehr viel mehr gesagt wurde, als offiziell zu hören war.

Falls dir auf die schnelle keine passende Erinnerung kommt, kannst du weiter Testen. „Ging es um eine Erfarhung auf der Arbeit, Zuhause, Schule?“ „Waren Familie,Freunde anwesend?“ Wem das Koordinaten System nicht liegt, der kann auch einfach testen wie Alt er war. Alte Fotoalben können Erinnerungen triggern. Mir hat oft geholfen zu schauen welche Musik zu einem bestimmten Zeitpunkt im Radio lief (Charts).

Den Konflikt erkennen

Im nächsten Schritt sucht man nun aus der heutigen Perspektive einen Weg, den Konflikt in den Frieden zu bringen. Keine Sorge, du musst nicht die Schwiegermutter anrufen und mit ihr reden. Sie war lediglich der Stellvertreter in einer neuen Kulisse für einen alten Konflikt. Falls du keine Übung im Auflösen von Konflikten hast, empfehle ich dir die Übung mit dem „Drama-Dreieck“.

Rufe dir den Konflikt wieder ins Bewusstsein. Um sicherzugehen das du die richtige Erfahrung betrachtest, kannst du wieder den Muskeltest befragen. Untersuche den Konflikt genau in Bezug auf die Ursache (nicht die Schuld). Jeder der Beteiligten bekleidet eine Position im Drama-Dreieck. Die Positionen wechseln auch sprunghaft. Im Endeffekt ist jeder Beteiligte jeweils auch immer Täter, Opfer und Retter. Je nachdem aus wessen Blickwinkel man wie schaut.

Den Konflikt balancieren

Hast du deine eigene Position im Konflikt vollständig verstanden, dann sollte dir auch klar sein, das du ebenfalls eines der Rädchen bist, das den Konflikt aufrecht und am Leben erhält. Gehe nun in dich und sage zu allen Beteiligten einschließlich dir selbst „Ich vergebe, Ich bleibe im Frieden, Ich vertraue auf den Fluss des Lebens“. Meine es auch so! Auf die Art drehst du, zumindest für dich, den Konflikt um und machst ihn zum Katalysator.

Bearbeite für dich im Inneren die Situation so lange, bis du tatsächlich Vergeben kannst (DIR! und den Anderen), im Frieden bleiben kannst und wirklich und ernsthaft darauf vertraust, das sich das Leben durch uns ausdrückt wie es muss und auch gar nicht anders kann. Wenn du dir nicht sicher bist ob du den Konflikt vollständig verstanden und befriedet hast, kannst du einfach per Muskeltest deinen Körper fragen. „Ist der Konflikt damit balanciert?“ TEST: >>Ja<<

Das war erst der Anfang

Als nächstes stelle ich immer die Frage ob ich den nächsten schwelenden Konflikt auf dem Weg zurück zum Ur-Konflikt, er-testen „darf“? Ich frage meinen Körper bewusst um Erlaubnis, da er im Endeffekt entscheidet, ob er den Weg zur nächsten zurück liegenden Erinnerung frei gibt oder nicht. Er gibt den Weg frei, wenn der gerade bearbeitete Konflikt vollständig verstanden wurde. Wenn die „Lernaufgabe“ also sitzt, wenn man so will.

Daran kann man ein wichtiges Prinzip in der Balancierungsarbeit ablesen. Unser Geist konfrontiert uns immer nur mit dem, was wir auch verarbeiten können. Wir haben eine Art interne Kindersicherung, die (im Normalfall) verhindert, das wir uns selbst überfordern können. Erst wenn der Reife-Grad der Ich-Struktur es zulässt, gibt unser Erinnerungsspeicher den Weg frei. Erst wenn der „oberste auf schwimmende Konflikt“ bearbeitet ist, bekommen wir die interne „Berechtigung“ den nächsten, weiter zurückliegenden Konflikt, hoch zu holen.

Das zweite Datum

Dementsprechend testen wir also einfach munter weiter. „Kann ich den nächsten zurückliegenden Konflikt zu diesem Thema aus-testen? TEST: >>Ja<<

2008? >>Nein<<
2008 bis 2005? >>Nein<<
2005 bis 2000? >>Nein<<
2000 bis 1995? >> Nein<<
1995 bis 1990? >>Ja<<
1995? >>Nein<<
1994? >>Ja<<
Januar? Februar? März? … September? >>Ja<<

Der Blick auf unseren Bogen verrät uns, oha… da war was! Die Eltern unserer ersten großen Liebe hatten etwas gegen uns. Aus heutiger Sicht wird klar, das man damals hätte tun können was man will. „Höhere Gewalt“ (ihre Eltern) hat diese Liebe verhindert. Damals haben wir das als persönliche Ablehnung empfunden.

Das die Schwiegereltern einen lieben müssen, damit die Frau bei einem bleibt, war der falsch gespeicherte Lerninhalt von damals. Auf dieser Unwahrheit aufbauend, haben wir fortan versucht Konflikte mit potenziellen Schwiegereltern zu vermeiden. Dieses Verhalten zieht sich wie ein roter Faden durch beide Erfahrungen. Abermals könnte man an dieser Stelle das Drama/Wachstumsdreieck anlegen. Sind die eigenen Täter, Opfer und Retteranteile erkannt, kann der Konflikt balanciert werden. Vergeben, im Frieden bleiben, Vertrauen.

Weitere Daten und der Ur-Konflikt

Nach der Betrachtung dieses Konflikts gibt es entweder weitere Konflikte in der Kette oder aber die jeweiligen Trigger wurden genug beleuchtet und durchdacht. Im Wesentlichen geht es darum, das wir alte Erfahrungen aus heutiger Perspektive neu ansteuern und bewerten. Wir verknüpfen quasi die „Lösungsdatenbank“ von damals mit der „Lösungsdatenbank“ von heute. Das innere Kind bekommt ein „Lösungsweg Update“.

Der Test wird uns solange nicht zur Ersterfahrung durch lassen, wie das Prinzip und die positive Lernaufgabe aus dem Konflikt nicht auch verstanden wurde. Landen wir beim Testen der Daten bei einer Erfahrung, die in den ersten sechs Lebensjahren liegt, können wir uns sicher sein, den Ur-Konflikt gefunden zu haben. Und selbst wenn nicht, zum Ende jeder einzelnen Konflikt Balancierung befragen wir den Körper immer, ob es noch weitere Erfahrungen zu diesem Thema zu betrachten gibt.

Grundsätzlich sollte dir aber nach Betrachtung der vorangegangenen Erfahrungen in etwa klar sein, wie sich der Ur-Konflikt wahrscheinlich ausgestaltet. Bei unserem Beispiel geht es vom Prinzip her darum, das wir etwas oder jemanden den wir sehr lieben, versuchen an uns zu binden (aus Angst ihn zu verlieren). Es geht also im Kern um Verlustangst. Der Ur-Konflikt könnte ein verlorener Teddy sein. Oder die Älteste Schwester die früh aus dem Haus ausgezogen ist, weil sie sich mit den Eltern nicht verstand.

Der Ur-Konflikt

Wir testen uns also in der bekannten Weise unseren Ur-Konflikt aus. Als Datum kommt z.B März 1989 heraus. Laut Bogen waren wir 3 1/2 Jahre alt. Es kann durchaus sein, das uns unser Muskeltest an dieser Stelle auch Daten anreicht, die noch früher waren. In so einem Fall ist ein bewusstes Erinnern nur schwer möglich. Genau aus diesem Grund haben wir uns die vorherigen Konflikte so genau angeschaut.

Die Betrachtung der Konflikte bis hier hin, hatte vor allen dingen den Sinn, ein alternatives Lösungsmuster zu erarbeiten. Wir haben bereits zwei oder mehr Konflikte die das gleiche Schema in sich trugen aufgeklärt. Da wir verstanden haben das, es darum geht das unser Körperbewusstsein eben genau dieses Lösungsmuster für den Ur-Konflikt übernehmen soll, können wir diesen also auch Balancieren ohne den konkreten Inhalt der Erfahrung zu kennen.

Unser Körperbewusstsein ist in der Lage funktionierende Lösungsmuster von anderen teilen des Glaubenssystems zu übernehmen. Dazu muss das Schema des Konflikts und der Lösungsweg klar sein. Mit diesen Informationen „an Board“ muss der ursächliche Konflikt muss adressiert werden (z.B. durch das Datum). Wir können also an dieser Stelle unseren Körper fragen:
„Wurde das Thema ausreichend Balanciert, damit der Harmonisierungsprozess bis ins Körperbewusstsein stattfinden kann?“ Test: >>Ja<<

Alles ist Prozess

Zum Glück ist in dieser Realität alles immer ein Prozess. Daher ist es nicht zwangsläufig notwendig das mit dem beenden der Betrachtung dann auch wirklich alles durchgearbeitet ist. Sehr häufig ist die Betrachtung nur der Start eines Wachstumsprozesses. Nach der Self-Session fängt unser Kopfprozessor mit der Arbeit an. Möglicherweise werden einem spontan längst vergangene Erinnerungen wieder bewusst. Details die man früher schlicht übersehen hatte werden einem plötzlich klar. Häufig passieren weitere Prozesse im Schlaf.

Wer unbedingt möchte kann an dieser Stelle per Muskeltest erfragen, wie lange der angestoßene Prozess bei nicht Behinderung bis zur vollständigen Balancierung brauchen wird. Ich habe bei dieser Frage Antworten bekommen, die mir Zeiträume von bis zu zwei Wochen vorgaben. Ich habe mir natürlich mehrfach entsprechende Erinnerungen in mein Handy gebaut um zu schauen ob wirklich was passiert. Das verblüffende, es passiert tatsächlich jedes Mal etwas.

Für heute soll das erst Mal reichen

Theoretisch habe ich dir bis hier hin schon fast alles angereicht was du brauchst. Im nächsten Artikel werde ich dir den Self-Session Bogen präsentieren. Ich habe ihn in Jahrelanger Arbeit tausendfach eingesetzt, angepasst und verfeinert. Jede Innenschau Sitzung ist anders. Aber als grobes Konzept, von dem bei Bedarf natürlich abgewichen werden kann, eignet er sich hervorragend.

Er beinhaltet Vortests die, die gesamte Sitzung von vorneherein in die richtige Richtung lenken. Die Möglichkeit der Selbstsabotage wird von Anfang an entsprechend berücksichtigt. Die Stellen an denen wir wann, was den Körper fragen, sind klar definiert. Das wiederum nimmt einem viele Unsicherheiten beim testen. Das Kernstück des Bogens ist jedoch die Altersrückführung in die eigene Story. Wie die funktioniert ist nach diesem Artikel hoffentlich klar.

1 thought on “Die Altersrückführung zum Konflikt

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